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Allgemeine Nachrichten
Samstag, den 14. August 2010 um 21:09 Uhr

Deutschland diskutiert Google-Street-View-Fotos

Autor: Jakob Diener

Wer sein Haus im Internet zeigt – und wer nicht...

Wie gefährlich kann es werden, wenn Fotos meines Hauses weltweit im Internet zu sehen sind? Ganz Deutschland diskutiert den Google-
Dienst „Street View“.

Politiker fordern mittlerweile sogar einen Google-Gipfel bei Kanzlerin Merkel. Wie Prominente und Bürger es mit einer Freigabe für ihr Zuhause
halten.

Ganz Deutschland diskutiert über den neuen Internetdienst „Google Street View“! Ab November werden hier Fotos von Straßen, Häusern und
Sehenswürdigkeiten aus den 20 größten Städten Deutschlands zu sehen sein.

Das kann nützlich sein, wenn man sich vor einer Reise die Umgebung eines Hotels ansehen möchte oder Parkmöglichkeiten in einer Straße
erkunden will. Doch viele Menschen haben auch Angst um die Sicherheit ihrer Wohnungen, fürchten einen Eingriff in die Privatsphäre!

In BILD erklären Prominente und Nicht-Prominente, warum es sie nicht stört, dass ihr Haus bei Google zu sehen ist – oder warum sie sich
gegen die Veröffentlichung wehren.

Gegen den umstrittenen Straßenfotodienst gibt es in Deutschland bereits eine Vielzahl von Widersprüchen. Wie ein Konzernsprecher der
„Berliner Zeitung“ sagte, haben bereits Tausende Bürger Widerspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Häuser eingelegt. Google geht dabei
von einer fünfstelligen Zahl aus.

Quelle: Bild.de

Samstag, den 14. August 2010 um 20:28 Uhr

Umstrittener Segeltörn um die Welt

Autor: Jakob Diener

Portimao (RPO). Die 14 Jahre alte Niederländerin Laura Dekker hat den "Prolog" ihrer Solo-Weltumseglung erfolgreich absolviert. Am Samstag erreichte Dekker mit ihrem Zweimaster "Guppy" am frühen Morgen die südportugiesische Hafenstadt Portimao.

Am 4. August hatte sich Laura Dekker in Begleitung ihres Vaters vom Hafen Den Osse in der Provinz Zeeland auf den Weg nach Portugal gemacht. Von dort aus wird der Teenager alleine weitersegeln. Die Niederländerin will als jüngste Solo-Weltumseglerin ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden.

Dazu müsste sie spätestens am 16. September 2012, vier Tage vor ihrem 17. Geburtstag, ihre Reise über mehr als 20.000 Seemeilen beendet haben. Den Rekord hält die Australierin Jessica Watson, die am 15. Mai dieses Jahres, drei Tage vor ihrem 17. Geburtstag, ihre Weltumseglung nach 210 Tagen und 23.000 Seemeilen in Sydney beendet hatte.

In den kommenden Tagen wird Dekker nach dem Medienrummel der vergangenen Wochen zunächst Kraft tanken. "Sie wird ihre Reise im Laufe der kommenden Woche fortsetzen", erklärte Manager Peter Klarenbeek.

Quelle: RP Online

Samstag, den 14. August 2010 um 20:21 Uhr

Das Ende des Internets wie wir es kennen

Autor: Jakob Diener

Düsseldorf (RPO).
Der Begriff Netzneutralität klingt sperrig – doch das Thema geht alle Nutzer des Internets an. Was zunächst nur hinter verschlossenen Türen
besprochen wurde, wird nun von einer Allianz aus Providern und Dienste-Anbietern immer offensiver vertreten: Dem offenen Internet soll ein
Zwei-Klassen-Netz folgen, das mit dem grundlegenden Prinzip Netzneutralität bricht. Kommt die Maut für die Daten-Autobahn?

Im Netz sind alle Daten gleich – noch. Die Daten eines frisch gegründeten Internet-Startups werden von den Providern genauso schnell durch
die Leitungen befördert wie die des Internet-Giganten Google. Befürworter sehen in diesem Prinzip eine der größten Stärken des Netzes: "Das
Internet ist auch deshalb ein so großer Erfolg, weil prinzipiell jeder eine Website ohne große Zugangshürden ins Netz stellen und so auch mit
großen Anbietern konkurrieren kann", behauptet beispielsweise der Informatiker Alvar Freude, der für die SPD als Sachverständiger in der
Enquete-Kommission des Bundestags sitzt.

Natürlich kann keine Garagenfirma mit den Serverkapazitäten oder der Netzanbindung von Google konkurrieren. Aber sind die Daten einmal
vom Server ins Netz eingespeist, werden alle gleich behandelt – und kommen gleich schnell beim Anwender an. Eingeschränkt wird dieses
Prinzip nur im Einzelfall, aus guten technischen Gründen: Bei Sprachübertragungen via Internet ist es beispielsweise sinnvoll, die Daten
gegenüber anderen zu priorisieren, die weniger zeitkritisch sind. Der Download einer Word-Datei kann warten, wenn die Sprachverbindung
aber abbricht oder das Video ruckelt, stört das enorm. Diese Form der Priorisierung machen Router, die Schaltzentralen des globalen Netzes,
schon heute automatisch.

Die nun von Internetprovidern geforderten Einschränkungen der Netzneutralität gehen aber viel weiter und greifen das Prinzip grundsätzlich
an: Sie schielen auf die gigantischen Gewinne von Google und anderen Dienste-Anbietern und wollen ein Stück vom großen Online-Kuchen
abbekommen. Denn die Margen im Providergeschäft sind wegen großer Konkurrenz gering, Googles Geschäft mit der Online-Werbung brummt
dagegen. An den Investitionen für den Ausbau der Datenleitungen wollen die Internet-Provider die Dienstanbieter beteiligen.

Sinneswandel bei Google

Google hatte sich lange dagegen gewehrt und galt als strikter Verfechter des Prinzips Netzneutralität. Doch das Bild hat Risse bekommen. Nach
zahlreichen Berichten, Google verhandle mit dem US-Telekomprovider Verizon über einen Premium-Transport der eigenen Daten gegen Geld,
veröffentlichten beide Unternehmen am Montag eine gemeinsame Erklärung. Darin bekannten sie sich zwar grundsätzlich zu dem Prinzip
Netzneutralität – lassen sich aber zahlreiche Hintertüren offen.

Zwei-Klassen-Netz kommt im Mobilbereich

Die größte davon ist das mobile Internet: Das sei noch zu jung, zu dynamisch, um ihm Regeln auferlegen zu können, argumentieren Google
und Verizon. Mit anderen Worten: Über den rasant wachsenden Zukunftsmarkt Smartphones soll das Zwei-Klassen-Internet etabliert werden.
Gerade in diesem Bereich stehen bei den Mobilfunkprovidern enorme Investition in die drahtlose Datenübertragung der vierten Generation
bevor. Der Mobilfunkstandard Long Term Evoltion (LTE) und vor allem der noch schnellere Standard LTE-Advanced sollen beispielsweise
ruckelfreie Live-Videoübertragungen in hoher Auflösung auch im mobilen Netz ermöglichen.

Auch in Deutschland fordern die Provider eine Beteiligung der Internet-Dienste an den Kosten für den Ausbau der Netze. "Wir benötigen eine
Kostenbeteiligung von Anbietern, die starken Datenverkehr verursachen", sagte beispielsweise Peter Charissé, Geschäftsführer des Verbands
Deutscher Kabelnetzbetreiber am Donnerstag der "Berliner Zeitung". Diese Forderung kommt auch vom Bundesverband
Breitbandkommunikation (Breko). Eine Kostenbeteiligung stelle sicher, dass Investitionen sich für die Netzbetreiber lohnen. Für Netzexperte
Alvar Freude ist das ein Scheinargument: "Jeder, der Dienste im Internet anbietet, zahlt ja heute schon dafür – über seine Leitung beim
Provider".

Bundesregierung vertraut der Marktregulierung

Die Bundesregierung vertraut zunächst in die Selbstregulierung des Marktes. So heißt es im Koalitionsvertrag: "Wir vertrauen darauf, dass der
bestehende Wettbewerb die neutrale Datenübermittlung im Internet und anderen neuen Medien (Netzneutralität) sicherstellt, werden die
Entwicklung aber sorgfältig beobachten und nötigenfalls mit dem Ziel der Wahrung der Netzneutralität gegensteuern."

Gegen die Abschaffung des Prinzips im Internet gibt es sowohl in den USA als auch in Europa massiven Widerstand. Einer der prominentesten
Verfechter der Netzneutralität ist der Erfinder des World Wide Webs, CERN-Forscher Tim Berners-Lee. Seine grafische Oberfläche für das
weltweite Netz hat dem Internet Mitte der Neunziger zum Status des Massenmediums verholfen.

Tausende Bürger unterstützen Aufruf für Netzneutralität

Die US-Regierung unter Barack Obama hat das Thema bereits bei der Amtsübernahme zu einer Priorität ihrer Politik erklärt. In Deutschland
unterstützen Blogger sowie Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei die Initiative "Pro Netzneutralität". Den erst am Mittwoch ins Netz
gestellte Aufruf haben inzwischen bereits über 4.600 Bürger unterzeichnet. Allerdings bleibt die Initiative wage, was sie mit dem Begriff
Netzneutralität meint.

Quelle: RP Online

Am 01. Juli ist der Startschuss gefallen, Online-Bewerbungen für das Polizeistudium sind wieder möglich.
Heute (07. Juli) eröffnete NRW-Innenminister Ingo Wolf in Dortmund offiziell die neue Kampagne.
Er informierte Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler über Bewerbungsvoraussetzungen und Ausbildung. 

Der Minister wies darauf hin, dass wie in den vergangenen drei Jahren zum 01.09.2011 wieder 1100 Kommissaranwärterinnen und -anwärter
eingestellt werden.

Junge Frauen und Männern können sich bei Ihrer Polizeibehörde umfassend über den vielseitigen Polizeiberuf informieren.

Alles über Bewerbungsvoraussetzungen, Auswahltests und Bachelor-Studium gibt’s in den regelmäßigen Beratungsstunden aus erster Hand. Auch
nach Abgabe der Bewerbung erfolgt auf Wunsch eine persönliche Betreuung im gesamten Bewerbungsverfahren.

Die nächste Beratungsstunde findet statt am:
Mittwoch, 14. Juli, um 16.00 Uhr
52525 Heinsberg, Robert-Bosch-Str. 1 (Polizei-Pressestelle)

Als eine der wesentlichen Bewerbungsvoraussetzungen wird das Deutsche Sportabzeichen gefordert, das ebenfalls bei der Polizei in Heinsberg abgelegt werden kann.

Alle Infos, Termine sowie Anmeldungen unter: www.polizei-heinsberg.de („Polizeiberuf“)

Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 10:40 Uhr

Abzocke Diskussion: GEZ vers. TV-Steuer?

Autor: Admin

Diskutieren Sie mit uns im Forum!

Zum Beitrag!

Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 09:30 Uhr

Pfandbonkündigung von Kassiererin "Emmely"

Autor: Admin

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt verhandelt heute die umstrittene Kündigung der Berliner Kassiererin "Emmely". Sie war fristlos entlassen worden, weil sie zwei gefundene Pfandbons im Wert von zusammen 1,30 Euro für sich selbst eingelöst haben soll.

Die 1958 geborene Berlinerin, die laut Süddeutsche.de in Wahrheit Barbara heißt, hatte seit 30 Jahren für die Supermarktkette gearbeitet. Für ehemalige Angestellte steht fest: Die Teilnahme an einem Streik ist der wahre Grund für ihren Rausschmiss.

Obwohl die fristlose Kündigung wegen 1,30 Euro zunächst geradezu lächerlich anmutet, ist es nicht unwahrscheinlich, dass das BAG das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin bestätigen wird.

Denn widerspruchsfrei ist die Geschichte um die Kündigung der Berlinerin nicht: Wie Süddeutsche.de berichtet, habe nicht etwa sie selbst die Bons gefunden, sondern eine ihrer Kolleginnen. Die brachte sie – den Vorschriften entsprechend – zum Marktleiter. "Emmely" bekam von diesem den Auftrag, die Bons aufzubewahren, bis ein Kunde den Verlust melde. Anderenfalls solle sie die Marken als Fehlbons verbuchen.

Die Kassiererin widersetzte sich also der Anweisung ihres Vorgesetzten, indem sie die Pfandmarken selbst einlöste. Auf diesem Vertrauensmissbrauch basiert das Urteil des Arbeitsgerichts in Berlin, über welches das BAG heute verhandeln wird.

Quelle: GMX News

Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 09:17 Uhr

Zwangsabgabe statt GEZ-Gebühr?

Autor: Admin

Die GEZ-Gebühr ist vermutlich noch unbeliebter als Knöllchen und Lohnsteuer zusammen. Doch es geht noch schlimmer: Demnächst fragt der Staat nicht mehr "Schon GEZahlt?", er holt sich das Geld einfach aus jedem Haushalt.

Am Mittwoch und Donnerstag kommen die Ministerpräsidenten in Berlin zusammen, um die zukünftige Finanzierung von ARD,ZDF und Deutschlandfunk festzulegen. Im Zuge eines neuen Rundfunkgesetzes soll die alte GEZ-Gebühr durch eine Haushaltsabgabe ersetzt werden. Statt wie bisher für jedes Fernseh- und Radiogerät einzeln zu zahlen, würde dann eine Gesamtgebühr für sämtliche Geräte erhoben werden. Mit Beginn der neuen Gebührenperiode 2013 soll auch dieser Wechsel stattfinden.

Wie früher ein Schreiben der GEZ zu ignorieren - das geht dann nicht mehr: Die neue Haushaltsabgabe sei "nichts anderes als eine Steuer, die von jedem Haushalt entrichtet werden müsste", erklärt Ralf Dewenter, Leiter des Fachgebiets Wirtschaftstheorie an der Technischen Universität Ilmenau, im Blog "Carta".

Ob das Ganze wirklich fair ist, stellt Dewenter eher infrage. Schließlich konnte man die Verweigerung der GEZ-Gebühr bisher moralisch noch damit begründen, dass man die Programme von ARD und ZDF nie oder nur sehr selten schaut. "Eine Befreiung von der Rundfunkabgabe wäre dann auch nicht mehr möglich," so Dewenter.

In der neuen Haushaltsabgabe wären dann wohl auch Computer inbegriffen, mit denen viele Menschen bereits über das Internet Inhalte der öffentlich-rechtlichen Medien anschauen oder -hören. Mit der 2007eingeführten Internet-Gebühr hatte die GEZ ein klassisches Eigentor geschossen: Die zusätzliche Abgabe führte zu einem Aufschrei sowie zu einer Reihe von Gerichtsprozessen. Den erlittenen Image-Schaden konnten die Gebührenwächter auch mit ihren vielen Werbespots nicht reparieren.

Ein Gutes hat die neue Abgabe allerdings: Wer bisher hinter zugezogenen Gardinen und in ständiger Angst vor den "GEZ-Schnüfflern" lebte, darf aufatmen. Mit der Haushaltsabgabe entfällt die gefürchtete Nachforschung über die genaue Anzahl von Rundfunkempfängern im Haushalt. Die Höhe der neuen Abgabe soll zunächst nicht mehr als 17,98 Euro im Monat betragen, also genauso viel wie die bisherige Rundfunkgebühr.

Juristisch steht der neuen Haushaltsabgabe nichts mehr im Weg. Der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchof hat die Abgabe bereits für verfassungsrechtlich unbedenklich erklärt.

 

Dienstag, den 01. Juni 2010 um 20:51 Uhr

Scheidungsrecht: EU-Regeln rücken näher

Autor: Admin

Brüssel (RPO). Pläne der EU zum Abbau bürokratischer Hürden bei grenzüberschreitenden Scheidungen haben am Dienstag wichtige
Unterstützung erhalten.

Der Rechtsausschuss des Europaparlaments billigte in Brüssel das Vorhaben von zwölf EU-Staaten, durch eine "verstärkte Zusammenarbeit"
gemeinsame Regeln dafür aufzustellen, welches Gericht bei einer grenzüberschreitenden Scheidung zuständig ist.

Deutschland macht dabei mit. Jetzt müssen noch das Europaparlaments-Plenum und die EU-Justizminister zustimmen. Die Minister beraten
darüber am Freitag in Luxemburg.

Eheleute sollen nach dem Vorhaben wählen können, ob sie nach dem Recht eines ihrer Herkunftsländer oder nach dem Recht ihres
Wohnsitzlandes geschieden werden.

Einigen sie sich nicht, soll es festgelegte Kriterien geben, welches Recht zur Anwendung kommt. Vorrang soll dabei das Recht des
gemeinsamen Wohnsitzes erhalten. Eingriffe in das jeweilige nationale Scheidungsrecht sind mit den EU-Plänen nicht verbunden.

Nach Angaben der EU-Kommission wurden allein 2007 EU-weit rund eine Million Ehen geschieden, mehr als jede achte hatte einen
Auslandsbezug. Die meisten Scheidungen gemischtnationaler Ehen gab es demnach in Deutschland mit 34.100.

Ein von der EU-Kommission bereits 2006 gestarteter erster Versuch, die Regelung EU-weit einzuführen, scheiterte nach langen
Verhandlungen am Widerstand Schwedens. Stockholm befürchtete, für seine Bürger unter Umständen Regelungen anwenden zu müssen, die
weniger liberal sind als das schwedische Scheidungsrecht.

Quelle: DPA

Dienstag, den 01. Juni 2010 um 19:23 Uhr

Ralph Siegel: Läster-Attacke gegen Lena

Autor: Admin

Nicht alle freuen sich über den deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest. Schlager-Komponist und mehrmaliger Grand-
Prix-Teilnehmer Ralph Siegel ist alles andere als begeistert.


Der Komponist Ralph Siegel konnte sich bisher damit brüsten, für die einzige deutsche Grand-Prix-Siegerin Nicole das Lied “Ein bisschen
Frieden” geschrieben zu haben. Doch sein Thron als Deutschlands erfolgreichster Grand-Prix-Teilnehmer wackelt nun ganz erheblich, nachdem
Lena Meyer-Landrut am Samstag mit ihrem Hit “Satellite” souverän ganz Europa eroberte.

Und während sich nun ein Großteil der Deutschen über diesen unerwarteten Sieg von “Lovely Lena” freut, schlägt Siegel kritischere Töne an.
Zum einen besteht er weiterhin darauf, der einzige Deutsche zu sein, der den Song Contest jemals gewonnen habe. "Es handelt sich
schließlich um einen Komponisten- und Texter-Wettbewerb", sagte er der "Berliner Zeitung". Und Lenas "Satellite" sei von einem Dänen und
einem US-Amerikaner komponiert worden.

Zwar gönnt Siegel Lena den Sieg “von ganzen Herzen”, denn die 19-Jährige sei "ein herzerfrischendes Wesen mit Charme und Witz".
Allerdings konnte er sich einen Seitenhieb auf die von Stefan Raab entdeckte Hannoveranerin nicht verkneifen. "Man sieht, dass man heute
selbst mit einem kleinen markanten, süßen Stimmchen die Welt erobern kann", sagte er in der “BZ” weiter. Und im Magazin der “Süddeutsche
Zeitung” setzte er noch nach. Lenas Auftreten und ihre Stimme zeigten, dass dem Dilettantismus in der heutigen Musikbranche keine Grenzen
mehr gesetzt seien, behauptet Siegel dort.

Und auch an Stefan Raab und der Casting-Show “Unser Star für Oslo”, aus der Lena als Siegerin hervor ging, lässt Läster-Siegel kein gutes
Haar. “Die wollten Erfolg mit der Sendung und anschließend möglichst viele CDs verkaufen. Der Grand Prix ist denen komplett egal. Es geht
nur ums Geld. Dagegen habe ich immer angestunken. Ich will nicht nur Platten verkaufen, ich will gewinnen, weil es eine Ehre ist.“ Eine Ehre,
die Siegel zum letzten Mal vor 28 Jahren zu Teil wurde…

Peinlich auch seine Prognose vor dem Eurovision Song Contest am vergangenen Samstag. Ebenfalls im "Süddeutsche"-Magazin tönte er:
"Vielleicht wählen ein paar Leute dieses süße Mädchen, das da auf der Bühne rumspringt. Ich würde es ihr wünschen, aber bei der Eurovision
muss man etwas machen, was exorbitant gut ist.“ 

Siegels Sieg mit Nicole und "Ein bisschen Frieden" liegt wie gesagt schon 28 Jahre zurück. Bleibt die berechtige Frage, wie gut er sich denn
mit "exorbitant" Gutem auskennt.

Quelle: freenet.de

Dienstag, den 01. Juni 2010 um 18:54 Uhr

Von der Leyen: Gute Chancen auf Köhler-Nachfolge?

Autor: Admin

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat große Chancen, Nachfolgerin des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler
zu werden. Erstmals würde damit eine Frau an der Spitze Deutschlands stehen.

Mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wären zwei der wichtigsten Ämter der Republik in Frauenhand. Genau darüber werden aber noch heftige
Auseinandersetzungen in der Union erwartet. Deswegen ist auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in der engen Auswahl.

Merkel soll die 51-jährige von der Leyen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Treffen mit dem FDP-Vorsitzenden
Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer am Dienstagmorgen vorgeschlagen haben. Die FDP-Spitze wollte in einer Sondersitzung am
Dienstagabend darüber beraten. Die CSU will sich an diesem Mittwoch verständigen. Am 30. Juni soll die Bundesversammlung über die
Nachfolge entscheiden.

Nach dem Überraschungsrücktritt von Köhler könnte Merkel mit einer schnellen Einigung zumindest eines der gegenwärtigen vielen
Konfliktfelder lösen. Zugleich könnte dies Luft schaffen für die Sondierungsgespräche von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen, wenn der bei
der SPD umstrittene Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) neuer Arbeitsminister im Bundeskabinett würde.

Von der Leyen wird vor allem für ihre Familien- und Sozialpolitik über Parteigrenzen hinweg geschätzt und gilt als Frau mit großem
Durchsetzungsvermögen, hieß es in Koalitionskreisen. Für Lammert spreche seine souveräne Amtsführung und parteiübergreifende
Anerkennung als Bundestagspräsident.

"Wir glauben, dass wir jemanden mit politischer Erfahrung brauchen", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU). "Wir werden in den
nächsten Tagen eine qualifizierte Persönlichkeit suchen." Die Koalition stehe nicht unter Zeitdruck, wolle aber "relativ rasch" die Personalfrage
klären.

Die Opposition fordert eine Persönlichkeit, der von allen unterstützt werden könnte. Köhler war am Montag nach sechs Jahren vom höchsten
Amt des Staates zurückgetreten. Er verabschiedete sich im Amtssitz Schloss Bellevue von seinen engsten Mitarbeitern.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), der selbst im Gespräch war, sieht keinen Zeitdruck für die Nominierung. Zu
Mutmaßungen über seine Zukunft sagte er ausweichend, er habe sich nie an Spekulationen beteiligt. Als mögliche Kandidaten wurden zuvor
auch Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bildungsministerin Annette Schavan (alle CDU) genannt.

Der Bundestagspräsident berief die Bundesversammlung zur Wahl von Köhlers Nachfolger für den 30. Juni ein. Dieses Datum ist laut
Grundgesetz der letztmögliche Termin. Lammert äußerte sich zuversichtlich, einen Kandidaten zu finden, der von allen demokratischen
Parteien getragen wird. In diesem Zusammenhang sagte er auf die Frage, ob er selbst zur Verfügung stehe: "Ich glaube, dass man gerade
dieses Bemühen im Augenblick nicht durch noch so gut gemeinte, aber eher nicht hilfreiche Zwischenrufe gefährden sollte."

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) forderte von Merkel, das Gespräch mit der Opposition zu suchen. "Ein Konsens ist
sicherlich nicht, dass sie einen Kandidaten präsentiert, ohne vorher die Konsultationen gemacht zu haben."

Die Linke will zunächst keinen eigenen Kandidaten aufstellen, sondern erst Vorschläge der größeren Parteien prüfen. Die Freien Wähler (FW)
planen, bis Mitte nächster Woche einen eigenen Kandidaten zu benennen. Union und FDP haben nach aktuellen Berechnungen allerdings
genug Wahlleute für eine absolute Mehrheit.

Merkel hatte angekündigt, die Koalition wolle einen Vorschlag für die Köhler-Nachfolge machen und dann die Oppositionsparteien dafür
gewinnen. Der Kandidat solle eine Persönlichkeit sein, die "eine Chance hat, von allen akzeptiert zu werden". SPD-Chef Sigmar Gabriel warnte
vor einer parteipolitischen Lösung. Der Kandidat müsse die Mitte des Volkes repräsentieren, sagte er im Deutschlandfunk.

Die schwarz-gelbe Koalition ist nicht nur durch den Köhler- Rückzug belastet: Am Dienstag berieten die Spitzen von CDU, CSU und FDP im
Kanzleramt auch über die Haushaltsklausur am Wochenende, bei der Sparmaßnahmen vereinbart werden sollen. Außerdem steht die
Regierung wegen der Eurokrise und eigener Uneinigkeit unter Druck.

Der 67 Jahre alte Köhler hatte als Grund für seinen Rücktritt die Kritik an seinen missverständlichen Formulierungen zum Einsatz der
Bundeswehr im Ausland genannt. Was Köhler künftig machen wird, war unklar.

Bundespräsidenten erhalten ihre Bezüge auch nach Ende ihrer =Amtszeit bis zum Lebensende.

Quelle: dpa

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